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Barrierefreies Bauen und Planen in Tirol

Auch in Tirol muss bis spätestens 1.1.2016 das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz umgesetzt werden. Daraus geht hervor, dass künftig jede mittelbare und unmittelbare Diskriminierung von behinderten Menschen unzulässig ist.

Aus diesem Grund müssen künftig alle öffentlichen Gebäude barrierefrei errichtet werden. Für Einfamilienhäuser gilt, dass die Grundsätze des angepassten Wohnbaues umgesetzt werden müssen.

Planungsziel

Man sollte eine Umgebung so planen und bauen, dass sie von allen Personen genutzt werden kann. Auch Dienstleistungen und Produkte sollten diese Anforderungen erfüllen.

Arten von Behinderungen

Das 2- Sinne-Prinzip

Über 60 % der behinderten Personen haben keine Mehrfachbehinderung. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass Informationen von zwei einander ergänzenden Sinnen eindeutig und gut wahrnehmbar vorhanden sind.

Menschen mit Mobilitätsbehinderungen

Darunter sind Menschen, die Hilfsmittel (Prothesen, Rollatoren, Krücken usw.) benutzen, zu verstehen. Der klassische Mobilitätsbehinderte ist Rollstuhlfahrer. Aufgrund dieser Einschränkung muss für alle Bereiche eine dementsprechende Ausführung gewährleistet sein.

Ein wesentlicher Punkt ist, dass eine ausreichende Bewegungsfläche vorhanden ist. Weitere Details bei Türen, Bedienungselementen, Rampen usw. sind zu beachten.


Menschen mit Sehbehinderung

Blinde Personen erfassen die Umwelt haptisch und taktil, vorwiegend mit Hilfe des Tastsinns, des Gehör- oder des Geruchssinns. Eine Sehbehinderung kann sehr unterschiedlich sein. Beispielsweise sehen Personen trüb oder Bilder können nur verzerrt wahrgenommen werden.

Taktile Leitlinien, um den Langstock zu benützen, sind für blinde Personen unverzichtbar. Gute farbliche Kontraste und ausreichende Beleuchtung helfen dem Sehbehinderten die Umgebung besser zu erfassen.


Menschen mit Hörbehinderung

Gehörlose Personen verwenden die Gebärdensprache und orientieren sich visuell. Menschen mit Schwerhörigkeit kann oft mit Hörgeräten geholfen werden.

Schwerhörigen soll z.B. mit Räumen, die eine ideale Akustik bieten, sowie mit Räumen, deren Beleuchtung das Lippenlesen ermöglichen, geholfen werden.